Fachtagung am 24.11.2016 13.30 Uhr bis 17.00 Uhr

 

Anmeldung bis 20.11.2016 möglich!

Sprachliche Grenzen überwinden - Kommunikation in Justiz, Bewährungs- und Straffälligenhilfe ermöglichen und verbessern

 

Wir nähern uns diesem Thema unter zwei Aspekten. Im ersten Teil der Veranstaltung wird das Dolmetschen per Videoschaltung unter technischen und praktischen Voraussetzungen vorgestellt. Das Videodolmetschen wird in Deutschland von der in Wien ansässigen Firma SAVD angeboten. Es wurde zuerst für das Gesundheitswesen entwickelt, inzwischen jedoch auch auf andere Nutzer wie Kommunen, die ArbeitsAgentur oder die Justiz ausgeweitet. In Hessen wurde in der JVA Frankfurt I ein Pilotprojekt durchgeführt. Es ist geplant, die praktische Anwendbarkeit vorzuführen.

 

Im zweiten Teil der Veranstaltung wird das Konzept der Leichten bzw. Einfachen Sprache vorgestellt. Gerade Schreiben und Informationen von Behörden sind oft komplex und schwer verständlich. Aber auch im Gespräch – insbesondere wenn dieses von einem Machtgefälle geprägt ist – ist die Verständlichkeit nicht immer gegeben. Leichte Sprache ist eine vereinfachte Ausdrucksweise, von der Menschen mit verminderter Intelligenz, Leseschwierigkeiten oder Migrationshintergrund profitieren können. Untersuchungen zeigen, dass Menschen mit Intelligenzminderung unter den Straffälligen überrepräsentiert sind. Eine gelungene Kommunikation mit Probanden und Klienten der Bewährungs- und Straffälligenhilfe ist die Grundlage für jedwede Zusammenarbeit und damit eine wichtige Voraussetzung für die Chancen der Resozialisierung.

Programm FT 24.11.2016.pdf
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